(c) Kurt Bendfeld
Blick in den Altarraum
Die Lehrtafel steht an der rechten Seitenwand

Da blieb für Bad Teinach nur eine schmucklose Kirche. Nur das Kreuz, die Orgel und das Altarbild bringen ein wenig Schmuck in die Kirche. Aber neben Menschen und Geld fehlte es vor allem auch an den Werten! Die durchziehenden Soldaten und marodierende Horden haben die Menschen geprägt: damals wie heute nicht zum Besten! Mit dem Wissen um die fehlenden Werte, ließ die Schwester des Herzogs, Prinzessin Antonia von Württemberg und Teck, eine Tafel malen, auf der der christliche Glaube dargestellt wurde, „gelehrt“ wurde: Die Lehrtafel der Antonia. 1660-63 hatte die Prinzessin sie in Stuttgart von Johann Friedrich Gruber malen lassen.
Zunächst stand sie für 10 Jahre (1663-73) in Stuttgart, im Schlafzimmer der Prinzessin als Andachtsbild. 1673 - zum 60.Geburtstag der Prinzessin ANTONIA - wurde die Lehrtafel in Teinach aufgestellt. Prinzessin Antonia war sich ihrer Verantwortung als Führungspersönlichkeit bewusst: Sie ist geprägt vom christlichen Glauben, d.h. sie will ihren Glauben im Alltag umsetzen. Damit wurde sie zu einer prägenden Gestalt im Vorfeld des Pietismus in Württemberg. Ihre Lehrer waren die vielseitig gebildeten Theologen: - Johann Valentin Andreä - Johann Jakob Ströhlin - Johann Laurentius Schmidtlin So lässt sie die Lehrtafel malen: Diese soll den Glauben als Wert verankern und ist nicht zuletzt ein Zeugnis ihrer Frömmigkeit!

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